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Bürgerschaftliches Engagement von Frauen mit Migrationshintergrund
Wissenschafliche Begleitung des Wettbewerbs “Migranten mischen mit” des Landes NRW.
Zusammenfassung
Unter Federführung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI) bereitet das Land Nordrhein Westfalen unter dem Arbeitstitel Chance für NRW „Migrantinnen mischen mit“ einen Wettbewerb zum bürgerschaftlichen Engagement von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte vor. Ziel des Wettbewerbs ist es einerseits, öffentlich auf die Leistungen und Stärken des bürgerschaftlichen Engagements von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte aufmerksam zu machen, und andererseits, die Migrantinnen für ihr Engagement anzuerkennen und zu würdigen.
Das bürgerschaftliche Engagement von Migrantinnen für Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte ist aus integrationspolitischer Sicht besonders wertvoll, denn es verweist auf ganz besondere Qualitäten der Engagierten: Um sich außerhalb des sozialen Nahraums von Familie und Freundeskreis uneigennützig für Andere zu engagieren, müssen sich die Migrantinnen mit dem Gemeinwesen der umgebenden Gesellschaft identifizieren und emotionell verbunden fühlen. Eine solche emotionelle Verbundenheit, die in der Diskussion über das bürgerschaftliche Engagement als „habituelle Bürgerkompetenz“ bezeichnet wird, kann als Zeichen für eine gelungene Integration in die Aufnahmegesellschaft bezeichnet werden.
Darüber hinaus werden Migrantinnen über ihr bürgerschaftliches Engagement in Interaktionen und Beziehungen mit anderen Menschen der Aufnahmegesellschaft einbezogen und können somit soziales Kapital erwerben. Nicht zuletzt ist bürgerschaftliches Engagement auch ein Lernort, an dem bestimmte Wissensbestände und Kompetenzen (z.B. sprachliche Fähigkeiten) erworben und vertieft werden können . In diesem Sinne kann das bürgerschaftliche Engagement die Integration von Migrantinnen in die deutsche Gesellschaft unterstützen.
Das Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement begleitet den Wettbewerb „Migrantinnen mischen mit“ auf wissenschaftlicher Ebene, in dem es eine systematische Entscheidungsgrundlage für die prämierende Jury ausarbeitet. Im Mittelpunkt steht dabei fünf Arbeitsschritte:
Operationalisierung des Begriffs „Engagement“: Die Operationalisierung dient der Jury dazu, die Tätigkeit der Bewerberinnen eindeutig von Tätigkeiten anderer gesellschaftlicher Sektoren (Staat, Markt, Privatssphäre) abzugrenzen.
Inhaltliche Bestimmung der Engagementbereiche: Geplant ist eine Prämierung bürgerschaftlich engagierter Migrantinnen in den Bereichen „Erziehung und Bildung“, „Integration allgemein“ und „Gesellschaftspolitik“. Diese Engagementbereiche werden inhaltlich geschärft, um der Jury eine Zuordnung des Engagements der Bewerberinnen zu ermöglichen.
Entwicklung eines Kriterienkatalogs: Der Kriterienkatalog dient dazu, das bürgerschaftliche Engagement der Bewerberinnen anhand von transparenten Gesichtspunkten zu vergleichen.
Entwicklung eines Erfassungs-/ Erhebungsbogens: Auf der Grundlage der erarbeiteten Kriterien wird ein Erfassungs-/ Erhebungsbogen konstruiert, der es der Jury ermöglicht, eine Auswahl der Bewerberinnen durchzuführen.
Beratungsleistungen: Das Forschungszentrum steht während des gesamten Wettbewerbszeitraums mit Beratungsleistungen zur Verfügung.
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Leitung
Prof. Dr.
Sebastian Braun
Mitarbeiter
Dr. Stefan Hansen
Auftragsgeber
Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration (MGFFI) NRW
Laufzeit
12/2006 bis 03/2007 |
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